Off-Theater nrw -
Theater, Tanz und Kultur

Max Joureau

Max Joureau ist einer der Hauptdozenten im Fachbereich Tanz beim Off-Theater nrw.

Lieber Max, du bist neben Karla Richter und Martina Otte Hauptdozent bei unseren tanzpädagogischen Fortbildungen. Schwerpunkt ist die Bewegungslehre nach Laban. Kannst du in kurzen Worten erklären, was die Bewegungslehre nach Rudolf von Laban beinhaltet?

Die Bewegungslehre, wie ich sie innerhalb der tanzpädagogischen Fortbildung den Teilnehmenden vermittle, hat vier Hauptthemen. Zunächst beschäftigen wir uns mit der Koordination der unterschiedlichen Körperteile. Als nächstes erforschen wir, wie unser Körpergewicht unsere Bewegungen beeinflusst. Dann lernen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die unterschiedlichen Bewegungsantriebe (Efforts) kennen wie Zeit, Raum, Kraft und Fluss. Zuletzt setzen wir uns mit den Themen Raum und Formanwendungen auseinander.

Heike Seidler

Heike Seidler ist seit 2006 Hauptdozentin in den theaterpädagogischen Aus- und Fortbildungen der Akademie. 

Liebe Heike, du bist Theaterpädagogin und Regisseurin. Wie viel Theaterpädagogin und Regisseurin bist du in deiner Arbeit als Dozentin an unserer Akademie?

Da ich praxisnah mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern arbeite, überwiegt sicherlich der methodische Teil der Theaterpädagogik. In den Fächern Schauspieltechnik und Regie steht der künstlerische Aspekt im Vordergrund. Dort verweise ich ausdrücklich auf die Zielgruppe. Darstellungsformen sollten so modifiziert werden, dass sie für die jeweilige Zielgruppe zugänglich sind. Dabei kann das künstlerische Schaffen eine hohe Qualität bekommen.

Lidy Mouw

Die in Amsterdam, Berlin und Mülheim a.d.R. lebende und arbeitende Tänzerin und Choreografin Lidy Mouw ist seit 2001 Dozentin für den Bereich "Tanztheater"

Liebe Lidy, du bist seit über zehn Jahren für das Off-Theater nrw tätig. Was macht die Arbeit als Dozentin an unserer Akademie für dich so interessant?

Ich habe enormen Respekt vor den Pädagogen/innen und Sozialarbeitern/innen, die mit ihrer ganzen Energie jeden Tag aufs Neue Kindern, Jugendlichen und Menschen anderer Altersgruppen zu neuen Erfahrungen verhelfen. Diese Berufsgruppen sind in den Fortbildungen beim Off-Theater stark vertreten. Sie vermitteln mir, was im (bildungs-) institutionellen Alltag passiert, und das ist sehr wichtig für mich. Ich finde hier eine Verbindung zur realen Arbeitswelt der Theater- und Tanzpädagogen. Diese ist Ausgangpunkt für die Didaktik in meinen Kursen und die heterogene Zusammenstellung der Gruppen ist ein großer Vorteil. Die Menschen, denen ich in den Kursen begegne, bringen ein großes künstlerisches Engagement mit. Ihre fantastische Kreativität überrascht mich immer aufs Neue und sie selbst auch. Wir erleben sehr intensive künstlerische Prozesse und hochwertige Momente der Performance. In meiner Vermittlungsarbeit des Tanztheaters, aber auch beim Einsatz anderer Formen der Kreativität, der Darstellung (wie zum Beispiel Bewegtes Bild, Ton, Objekt oder das Spiel mit dem öffentlichen Raum), möchte ich gerne, dass die Teilnehmenden direkt mit dem Stoff starten können. Ich will Mut machen zu authentischem künstlerischen Handeln.

Regina Jahn

Regina Jahn ist seit 2006 Dozentin für Projekt- und Zeitmanagement beim Off-Theater.

Liebe Regina, du bist für die Akademie Off-Theater nrw seit sieben Jahren als Dozentin für BWL und Projektmanagement tätig. Was macht die Arbeit für dich interessant?

Mein Tätigkeitsfeld liegt an der vielfältigen und spannungsreichen Schnittstelle von Kunst/Kultur und Wirtschaft. Ich habe u.a. Bewegungstheater studiert, selber gut zehn Jahre auf der Bühne gestanden und war gleichzeitig mit der Organisation und dem Management unseres Theaters betraut. Anschließend leitete ich zwölf Jahre als geschäftsführende Gesellschafterin eine Theater- und Showproduktion. Dadurch habe ich ein gutes Verständnis für Menschen aus dem Kunst- und Kulturbereich. Ich empfinde die Akademie Off-Theater mit ihren Zielgruppen als idealen Wirkungskreis, in den ich mein BWL-Wissen, meine Branchenkenntnisse und meine Erfahrungen aus gut 30 Jahren Selbstständigkeit zum Nutzen der Teilnehmenden einfließen lassen kann.