Max Joureau

Max Joureau ist einer der Hauptdozenten im Fachbereich Tanz beim Off-Theater nrw.

Lieber Max, du bist neben Karla Richter und Martina Otte Hauptdozent bei unseren tanzpädagogischen Fortbildungen. Schwerpunkt ist die Bewegungslehre nach Laban. Kannst du in kurzen Worten erklären, was die Bewegungslehre nach Rudolf von Laban beinhaltet?

Die Bewegungslehre, wie ich sie innerhalb der tanzpädagogischen Fortbildung den Teilnehmenden vermittle, hat vier Hauptthemen. Zunächst beschäftigen wir uns mit der Koordination der unterschiedlichen Körperteile. Als nächstes erforschen wir, wie unser Körpergewicht unsere Bewegungen beeinflusst. Dann lernen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die unterschiedlichen Bewegungsantriebe (Efforts) kennen wie Zeit, Raum, Kraft und Fluss. Zuletzt setzen wir uns mit den Themen Raum und Formanwendungen auseinander.

 

Wie finden die Teilnehmenden die Brücke zwischen der Bewegungslehre von Rudolf von Laban und der praktischen tanzpädagogischen Arbeit?

Wir arbeiten im Unterricht sehr praxisorientiert und bieten eine Vielzahl von praktischen Übungen an, die die angehenden Tanzpädagogen/innen direkt in ihrer Arbeit anwenden können. Dabei berücksichtigen wir die unterschiedlichen Zielgruppen und die Frage „Wem kann man was anbieten?“. Die Bewegungslehre nach Laban ist ein Vokabular, das jedem ermöglicht, die Struktur und die Zusammenhänge von Bewegung und Tanz besser zu verstehen, unabhängig vom jeweiligen Tanzstil.

Ist die Beherrschung einer Tanztechnik wesentlich für die tanzpädagogische Arbeit?

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die sich für diese Fortbildung entscheiden, bringen sehr unterschiedliche Erfahrungen mit. Eine bestimmte Technik zu beherrschen, ist sicherlich von Vorteil, wenn man sich für die Bewegungslehre nach Laban interessiert. Auf der anderen Seite haben oft Menschen, die wenig Tanzerfahrung besitzen, eine natürliche und offene Haltung gegenüber diesen Inhalten.

Ist der Beruf der Tanzpädagogin/des Tanzpädagogen ein Traumberuf?

Für mich ist es auf jeden Fall der Traumberuf, denn ich kann mit dem arbeiten, was mir am meisten Freude bereitet, mit Tanz und mit Menschen! So kann ich meine eigene Kreativität ständig neu zum Ausdruck bringen und andere Menschen auf ihrem kreativen, tänzerischen Weg begleiten.